March 25, 2019

Wissen ist Macht – das wusste schon der englische Philosoph Francis Bacon. Nichtwissen kann aber genauso mächtig sein, denn es weckt unsere Neugierde. Neugier – das ist der Hunger nach Wissen, gepaart mit der Bereitschaft, sich überraschen zu lassen, zu staunen, sich auf Neues einzulassen, zu lernen. Ohne diese Eigenschaft, diesen Wissensdurst gäbe es kaum Experimente, Innovationen oder Fortschritt: der Neandertaler hätte nicht probiert, Feuer zu machen und Thomas Edison hätte beim 999. Versuch, die Glühlampe zu entwickeln, wahrscheinlich einfach aufgegeben. Allerdings verunsichert das Ungewisse viele Menschen und die daraus resultierende Angst blockiert dann wiederum die Neugier – ein Teufelskreis entsteht…[1]

„Deine Neugierde ist ansteckend!“ – das soll sie auch sein. Durch Neugier entsteht Leidenschaft und wir alle haben schon einmal einen leidenschaftlichen und – sein Gegenstück – einen langweiligen Vortrag gehört oder Beitrag gelesen. Der Unterschied ist enorm.

Die eigene Neugierde kann man wiederentdecken – hier drei Tipps:

  • Neues ausprobieren – im privaten vielleicht ein neues Restaurant, ein neuer Spazierweg – auf der Arbeit probiert man vielleicht einen neuen Vertriebskanal aus oder man testet ein innovatives Marketing-Tool.
  • Mehr Lesen – im privaten vielleicht einen Roman, auf der Arbeit wissenschaftliche Arbeiten in ihrem Bereich oder Fachzeitschriften.
  • „Das haben wir schon immer so gemacht!“ – sollten Sie sich diese Floskel sagen hören, dann ist es allerhöchste Zeit, diese Routine zu hinterfragen.

Jetzt sagen Sie vielleicht: „Das war’s schon?“ – Ja! – Mehr braucht es gar nicht, aber ab und zu muss man sich einfach an die eigene Nase fassen und sich eingestehen, dass man neugieriger sein könnte, als man es aktuell ist.

Neugierige Mitarbeiter sind übrigens proaktiver als ihre KollegInnnen und versuchen, die eigenen Organisationsstrukturen dort aufzubrechen, wo sie eingefahren sind. Sie haben die drei Tipps oben bereits verinnerlicht, sind kreativ und offen gegenüber Neuem.

Übrigens ist laut der Harvard Business Review die Neugierde der Mitarbeiter genauso wichtig wie deren Intelligenz. Es gibt vier Fähigkeiten (oder Quotienten), die bei jedem Mitarbeiter unterschiedlich stark ausgeprägt sind: Intelligenz (IQ), Emotionen (EQ), Widrigkeit (AQ – Adversity) und Neugierde (CQ – Curiosity Quotient).[2] Das bedeutet auch, dass ein intelligenter Mensch nicht automatisch neugierig ist oder andere am Arbeitsplatz inspiriert.  

Bottom line: Stay curious!


 

[1] https://karrierebibel.de/neugier/

[2] https://www.potenzial-magazin.de/iq-eq-aq-cq-die-wichtigkeit-von-neugier-intelligenz-adversity-und-emotion-fuer-deine-karriere/; https://hbr.org/2014/08/curiosity-is-as-important-as-intelligence 

 

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